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Jahres-Archive: 2014

2014

Dakar 2014

Dakar 2014

 

In diesem Jahr ging ich erneut mit Carlos Sainz an den Start der Dakar Rally, mit einem Buggy des SMG Teams und der Unterstützung von Red Bull. Wir konnten wieder von Anfang an tolle Ergebnisse einfahren, mussten aber auf der 10. Etappe nach einem Unfall aufgeben.

 

 

 

 

Cross Country Worldcup

Cross Country Worldcup

 

Nach der Dakar wechselte ich an die Seite von Yazeed Al-Rajhi und wir starteten bei sechs Rally´s im Marathon Weltcup. Drei davon konnten wir gewinnen, mussten aber auch zweimal wegen technischen Problemen aufgeben.

Alles in Allem war es ein erfolgreiches Jahr und zum Ende der Saison stand für uns die Vorbereitung auf die Dakar 2015 an erster Stelle.

10. Etappe: Iquique – Antofagasta

Red Bull Content Pool

Red Bull Content Pool

Die heutige Wertungsprüfung war in zwei Abschnitte geteilt. Der erste Abschnitt führte durch die Dünen. Dort lief es gut für uns und wir konnten bis auf den dritten Rang fahren. In der Neutralisiation mussten wir außerplanmäßig tanken und verloren dadurch Zeit. Auf dem Weg zum zweiten Prüfungsabschnitt hatten wir einen Unfall. Der Buggy kam von der Stecke ab und überschlug sich. Wir hatten Glück im Unglück, außer leichten Verletzungen war uns bei diesem Überschlag nichts passiert. Von unserem Buggy konnte man das allerdings nicht behaupten. Letzen Endes mussten wir heute schweren Herzens aufgeben. Das gesamte Team hat so hart an diesem Projekt gearbeitet. Das der Buggy so schnell ist, wie wir einige Male unter Beweis gestellt haben, ist Ihnen zu verdanken. Auch deshalb ist unser vorzeitiges Ausscheiden so frustrierend. Wir hätten gern weitere Etappen gewonnen und damit gezeigt welches Potential noch in diesem Projekt und diesem Team steckt. Die zweite Woche in den Dünen wäre perfekt dafür gewesen. Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Für uns endete die Rallye heute mit einem Schrecken.

9. Etappe: Calama – Iquique

Red Bull Content Pool

Red Bull Content Pool

Erst hatten wir kein Glück und heute kam auch noch Pech dazu. Die 422 km lange Prüfung wäre wie geschaffen für unseren Buggy gewesen. Aber es kam leider anders. Wir waren heute sehr schnell und lagen in Führung aber die Technik zwang uns nach Kilometer 195 einen unfreiwilligen Zwischenstopp auf. Die Radaufhängung war gebrochen. Ich habe sie zwar provisorisch mit Spanngurten vor Ort reparieren können, wir mussten dann aber langsamer weiter fahren. Immerhin hatten wir noch 220 km vor uns und waren am Ende der Etappe froh, es überhaupt bis ins Ziel geschafft zu haben. Wir haben heute zwei zusätzliche Stunden verloren und sind auf Rang acht abgefallen. Aufgeben kommt aber nicht in Frage unser Team arbeitet hart und wird unseren Buggy für die morgige Prüfung wieder fit machen.

8. Etappe: Salta-Calama

Red Bull Content Pool

Red Bull Content Pool

Heute hieß es früh aufstehen, denn die extrem lange Verbindungsstrecke von 522 km führte uns über die Anden nach Chile. Eine wunderschöne Landschaft in circa 4.500 Meter Höhe. Die erste Prüfung der Rallye in Chile durch die Ausläufer der Atatcama-Wüste, die als trockenste Wüste der Welt gilt und in der es neben Salzseen, Geysiren und Lamas vor allem viel losen Sand und Staub gibt. Die 302 Prüfungskilometer waren recht technisch mit sehr vielen Kurven. Die durchschnittliche Höhe betrug circa 3.500 Meter über dem Meeresspiegel was für unseren Buggy nicht gerade optimal ist, denn durch die immense Höhe kann der Motor seine volle Leistung nicht entfalten. Hinzu kam dann noch der lose Sand. Aber wir haben hart gekämpft. Nasser hat uns einmal überholen können aber zum Ende der Etappe gelang es uns noch ihn zu überholen. Wir sind mit unserer heutigen Leistung zufrieden und haben die Etappe mit dem dritten Platz abschließen können. Die morgige Prüfung wird über die ersten großen Dünen der Atacama-Wüste führen. Am Ende der Prüfung gibt es eine spektakulär steile Zielabfahrt.

7. Etappe: Salta-Salta

Red Bull Content Pool

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Die heutige Etappe, eine 763 km Mega-Schleife rund um Salta mit 546 km als Wertungsprüfung, war sehr lang aber auch sehr schön. 

Nach steinigen Pisten in den Bergen zu Beginn der Prüfung wurde der Speed immer höher. Die Prüfung führte um einen großen Salzsee herum und war teilweise sehr schnell aber auch anspruchsvoll, mit einer durchschnittlichen Höhe von über 3.500 Meter. Die Höhe merkt man nicht nur an sich selbst sondern auch an der geringeren Leistung der Fahrzeuge. Wir konnten aber einen guten Speed finden und sind zufrieden diese Etappe vor Nasser Al-Attiyah und Stéphane Peterhansel für uns entschieden zu haben. Ein guter Start in die zweite Dakar Woche.

Rest-Day/Einen Tag Pause? Nicht so richtig ….

Red Bull Content Pool

Red Bull Content Pool

zwar konnten wir heute etwas länger schlafen aber der Tag ist recht voll gepackt. Unsere Mechaniker verpassen unserem Buggy eine Generalüberholung und im Anschluss daran haben wir noch eine Testfahrt. Im Laufe des Tages gibt es noch weitere Termine mit Red Bull für uns. So ist heute Sebastian Loeb vor Ort und besucht das Red Bull Team.

Der fünfte und längste Tag der Rallye war extrem enttäuschend für uns. Es war sehr heiß und die Route von Chilecito nach Tucuman mit insgesamt 912 zu fahrenden Kilometern, 527 km davon Sonderprüfung, führte uns durch offenes, sandiges Gelände. Als auf der Suche nach einem Wegpunkt auch noch technische Probleme hinzu kamen, deren Reparatur uns viel Zeit kostete, entschlossen wir uns den Wegpunkt aufzugeben und weiter zu fahren. Dadurch haben wir unsere gute Position vom Vortag nicht halten können und fielen auf den achten Rang zurück. 

Als Folge dieses hohen Zeitverlustes von rund zwei Stunden, hatten wir am sechsten Tag eine schlechte Startposition. Die Etappe führte mit 694 km, 424 km davon Sonderprüfung, von Tucuman nach Salta. Eine schöne aber auch sehr technische Strecke durch die großartige argentinische Landschaft. Ein Labyrinth aus Bergrücken, Tälern und Flussbetten forderte sehr gute fahrerische Fähigkeiten. Der viele Staub der vor uns gestarteten Teilnehmer machte uns allerdings zu schaffen. Wir konnten nicht so gut überholen wie gehofft und stehen jetzt auf dem sechsten Rang. 

Wir haben jetzt rund zwei Stunden Rückstand auf den in Führung liegenden Nani Roma aber wir werden nicht aufgeben. Wir werden kämpfen und hoffen, dass die zweite Hälfte der Rallye besser für uns verläuft. Nach einem Tag rund um Salta geht es endlich in die Atacama-Wüste. Dort warten Prüfungen auf uns, die unserem Buggy entgegenkommen.

Wir werden den heutigen Tag nutzen um uns zu sortieren und morgen neu motiviert in die zweite Hälfte der Dakar starten.

4. Etappe: San Juan-Chilecito

Red Bull Content Pool

Red Bull Content Pool

Heute war ein sehr langer und anstrengender aber auch ein guter Tag für uns. Die Sonderprüfung war in zwei Abschnitte geteilt. Insgesamt sind wir heute 868 km Gesamtkilometer gefahren, davon 657 km Sonderprüfung. Eine der längsten Etappen der Dakar durch flache Flussbetten, an den Bergen entlang und später auch offeneres Gelände, wo es möglich wurde zu überholen. Gleich zu Beginn hatten wir allerdings wieder einen platten Reifen, diesmal ohne wirklich zu wissen warum. Dadurch haben wir wieder Zeit verloren. Später haben wir oft im Staub der anderen fest gehangen und konnten nur schwer überholen. Wir haben dann wo es ging versucht aufzuholen und das ist uns in den vielen Flussbetten gut gelungen. Die eine oder andere Dusche gab es für uns auch, da unser Buggy an einigen Stellen leider überhaupt nicht wasserdicht ist. Aber die Abkühlung tat gut. Wir sind zufrieden, dass wir die heutige Etappe vor Stéphane Peterhansel und Nasser Al-Attiyah gewinnen konnten.

3. Etappe: San Rafael – San Juan

Marcelo Maragni / Red Bull Content Pool

© Marcelo Maragni / Red Bull Content Pool

Heute war ein sehr anspruchsvoller Tag mit schwieriger Navigation und teilweise sehr engen Passagen wo unser Auto kaum durch passte. Die 594 km lange Strecke entlang der Voranden bestand aus 349 km Verbindungsstrecke und 245 km Sonderprüfung. Die ersten Abschnitte führten an den Bergen entlang eines trockenen Flussbettes. Dann wurde das Gelände offener und schneller. Teilweise ging es quer Feld ein, durch lauter Büsche deren Dornen sich in unsere Reifen gebohrt haben – dadurch hatten wir später zwei Platten. Wir haben heute recht viel Zeit verloren und müssen morgen wieder aufholen.

2. Etappe: San Luis – San Rafael

Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

© Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

Heute war ein langer Tag und eine der schnellsten Etappen der Rallye. Zu fahren waren 799 km davon 366 km Verbindungsstrecke und 433 km Sonderprüfung. Besonders der erste Teil der Prüfung war etwas schwierig, vor allem im Flussbett und auf recht engen Wegen. Der Großteil der Prüfung war super schnell und fast nur geradeaus. Dafür hatten es die letzten 100 km in sich. Die grauen Dünen von Nihuil waren sehr hart und noch schwieriger als sonst. Der Sand ist sehr weich und es gibt viele steile Auf- und Abfahrten. Wir starteten als fünftes Auto und waren als erste im Ziel, haben aber die Prüfung leider dennoch nicht gewonnen. Stéphane Peterhansel war super schnell. Trotz Platz 2 auf dieser Etappe, ein guter Tag für uns.

1. Etappe: Rosario – San Luis

Wir sind froh die erste der 13 Etappen der diesjährigen Dakar gut überstanden zu haben. Die erste Etappe führte uns mit 809 km Gesamtstrecke, davon 629 km Verbindungsstrecke und 180 km Spezialwertung, von Rosario nach San Luis. Die heutige Prüfung war schwer, sehr anstrengend und forderte uns mit nicht dakartypischem, extrem engen und kurvigen Gelände, mit vielen Felsen entlang der Strecke.

Morgen geht es dann ins richtige Gelände – wir sind froh heute nicht mehr Zeit verloren zu haben.