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Jahres-Archive: 2015

2015

Dakar 2015

Dakar 2015

 

Erneut begann das Jahr mit der Rally Dakar, dieses Mal jedoch mit meinem „neuen“ Fahrer Yazeed Al-Rajhi auf einem Toyota Hilux des südafrikanischen Hallspeed Teams. Da es die erste Dakar für Yazeed war, stand für uns im Vordergrund viel zu lernen und auf jeden Fall ins Ziel zu kommen. Nach einer kurzen Eingewöhnung kamen wir immer besser zurecht und machten mit sehr guten Tagesergebnissen auf uns aufmerksam. Wir konnten zwei Etappen gewinnen und lagen auf dem 3. Gesamtrang. Am drittletzten Tag streikte jedoch unser Motor auf dem Weg zur Prüfung, trotz aller Mühe der Mechaniker ihn wieder zum Laufen zu bringen, mussten wir leider aufgeben. Die Beschädigungen waren zu stark und die Zeit zum Reparieren zu knapp. Eine große Enttäuschung für das ganze Team.

Hail Rally

Hail Rally

 

Im weiteren Verlauf des Jahres starteten wir wieder bei einigen Rally´s im Marathon Weltcup und bei zwei Veranstaltungen in Saudi Arabien, der Heimat von Yazeed.

Zum Ende des Jahres ging es noch einmal nach Südafrika, um unser neues Auto für die Dakar 2016 zu testen.

11. Etappe: Salta – Termas Rio Hondo

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Timo Gottschalk

Ein trauriger Tag für uns.

Nach den gestrigen Motorproblemen, mussten wir heute komplett aufgeben. Unsere Mechaniker versuchten über Nacht das Problem zu beheben, jedoch streikte der Motor heute Morgen, auf dem Weg zur Prüfung erneut. Trotz intensiver Bemühungen unseres Teams, gelang es nicht den Fehler zu beheben.

Die Rally ist damit für uns beendet. Das ist sehr bitter, da ein Platz auf dem Podium, so gut wie sicher schien. Unsere Leistungen bis heute zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und mit den ganz Großen kämpfen können.

Vielen Dank an alle, die an uns geglaubt, uns unterstützt und mit uns mitgefiebert haben.

10. Etappe: Calama – Salta

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Yazeed Racing

Eigentlich eine sehr schöne Prüfung heute, gut zu fahren, in den Bergen mit tollen Landschaften. Aber fast immer mehr als 4000 Meter über Meeresspiegel, das hat unserem Motor schwer zu schaffen gemacht. Und als ob das nicht schon gereicht hätte, haben dann auch noch zwei von acht Zylindern ihren Dienst versagt. Somit waren wir heute leider wieder mit etwas gebremstem Tempo unterwegs. Allem zum Trotz haben wir noch eine gute Zeit fahren können. Wir sind soweit zufrieden und hoffen unsere Mechaniker finden und beheben den Fehler.

9. Etappe: Iquique – Calama

Yazeed Racing

Yazeed Racing

Die Erholung durch den Rest Day war schnell dahin! Die Prüfung heute begann in den Dünen recht gut, verwandelte sich dann jedoch für die restlichen 400 km, in eine Piste aus tiefen Löchern und Gräben voller Fesh Fesh, dem bodenlosen Staub der das Durchkommen erheblich erschwert. Es war ein Kampf für Mensch und Material, bei dem uns etwa 150 km vor dem Ziel dann auch noch unsere Bremse verließ und wir uns ohne ins Ziel schleppen mussten. Zum Glück konnten wir unseren dritten Platz verteidigen. Morgen geht’s zurück nach Argentinien, von dort hört man allerdings auch nichts Gutes. Sturm und Gewitter seit zwei Tagen, dort wo die Prüfung stattfinden soll. Mal schauen was uns erwarten wird.

Rest Day

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Yazeed Racing

Nach 5808 km einen Tag Pause!

Das bedeutet für uns endlich mal wieder ausschlafen, in Ruhe frühstücken und alle Sachen neu sortieren. Aber der Tag ist nicht ganz und gar frei, am Nachmittag gibt es das Road Book, für die neunte Prüfung und dann geht’s wieder los für uns, weiter auf die noch ausstehenden 3304 km.

Für unser Auto gibt es am heutigen Tag eine Generealüberholung. Unsere Mechaniker werden es fast vollständig zerlegen, bestimmte Komponenten erneuern und andere ausgiebig prüfen. Wir hoffen, dass es für uns so gut weiter geht wie bisher. Aber die Dakar ist noch lang und erst auf der Ziellinie wirklich entschieden.

8. Etappe: Uyuni – Iquique

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Yazeed Racing

Zurück Richtung Chile, mit Start auf einem riesigen Salzsee. 130 km Vollgas, dann noch eine sehr anspruchsvolle Prüfung und zum Ende, die berühmten Dünen von Iquique, mit der atemberaubenden Abfahrt zum Meer. Heute starteten wir in Fünferreihen und waren die Ersten, die den Salzsee wieder verlassen haben.

Wir konnten dann die Strecke eröffnen und ein gutes Tempo vorgelegen. Alles ohne Probleme. Lohn dafür, war unser erster Tagessieg. Jetzt freuen wir uns, auf den wohlverdienten Ruhetag hier am Meer.

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Timo Gottschalk

7. Etappe: Iquique – Uyuni

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Yazeed Racing

Die erste Prüfung der Dakar, die für die Autos durch Bolivien führt und der erste Abschnitt der Marathon-Etappe, auf der wir ohne die Unterstützung unserer Mechaniker auskommen müssen. In Bolivien wurden wir sehr enthusiastisch empfangen. Nur das Wetter meinte es nicht ganz so gut mit uns. Schlammige Pisten mit vielen großen Pfützen erschwerten das Vorankommen, dazu noch einige Hagelschauer und die Höhe von 3.500 Meter über dem Meeresspiegel, die nicht nur uns höllische Kopfschmerzen bescherte. Aber wir haben die Herausforderungen gut meistern und sogar in der Gesamtwertung, weiter nach vorn aufschließen können. Der zweite Abschnitt der Marathon-Etappe führt uns wieder zurück nach Chile. Aber vorher müssen wir unser Auto für morgen vorbereiten.

6. Etappe: Antofagasta – Iquique

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Yazeed Racing

Heute war ein Tag der uns zeigte, wo wir besser werden müssen. Auf den sehr welligen und schnellen Passagen, fehlte uns noch das Vertrauen ins Auto und in den Dünen, etwas die Routine. Wir waren trotzdem mit einer guten Zeit unterwegs, bis wir uns in den Dünen festgefahren haben. Dadurch verloren wir fünf Minuten. Platz 7 für uns auf dieser Etappe. Aber wir schauen voraus. Alles ist möglich. Wir werden Etappe für Etappe in Angriff nehmen.

5. Etappe: Copiapo – Antofagasta

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Yazeed Racing

Eine schöne Prüfung mit vielen schnellen Abschnitten aber auch Mensch und Material fordernden Off-Road-Passagen mit viel Staub und Steinen. Schnell konnten wir auf den vor uns gestarteten Teamkollegen aufholen, jedoch im Staub, nicht überholen. Als dieser einen Reifen wechseln musste, zogen wir vorbei und konnten dann über die ganze Prüfung ein gutes Tempo fahren und wichtige Sekunden aufholen. Ein Reifenschaden kurz vor dem Ziel kostete uns leider den Tagessieg. Dem Russen Vladimir Vasilyev gelang es 15 km abkürzen. Er gewann diese Etappe. Respekt!

4. Etappe: Chilecito – Copiapo

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Yazeed Racing

Früh am Morgen geht sie los, die 600 km lange, landschaftlich beeindruckende Überquerung der Anden nach Chile. Im Anschluss daran, die Prüfung mit allen Tücken und Schwierigkeiten die Atacamawüste zu bieten hat. Wir haben ein gutes Tempo gefunden und die Prüfung lange angeführt. Leider kostete uns ein Reifenschaden etwas Zeit, die wir dann fast wieder aufholen konnten. Wir sind mit dem Tag und auch mit dem bisherigem Verlauf der Rally für uns sehr zufrieden. Aktuell stehen wir auf Platz 3 der Gesamtwertung und werden schauen, dass wir so weiter machen können.