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Sieg bei der Rallye Dakar 20 I 01 I 2011
14 Tage dauert eine Dakar. Vor der Rallye denkt man: Mensch,
wie lang. Doch dann vergehen diese Tage recht schnell, und im Ziel kommt
es einem vor, als sei es nur eine kurze Woche gewesen.
Die Zeit vor dem Start ist hart, das Warten in Buenos Aires ist zermürbend.
Man denkt immer, man hätte alles verlernt. Es dauert bis zum Ziel
der ersten Wertungsprüfung, bis das Selbstvertrauen wieder da ist,
und dann noch ein, zwei weitere Tage, bis sich etwas Routine einstellt.
Zur Mitte der Rallye kam bei uns etwas Panik auf, weil wir nicht vorne
waren. Nach der knappen Niederlage 2010 und den vielen 'nur' zweiten Plätzen
war der Druck schon recht groß. Man überlegte plötzlich,
ob es in den noch ausstehenden Tagen noch reichen würde. Aber Nasser
machte während der gesamten Rallye einen sehr cleveren Eindruck.
Er wollte diese Rallye unbedingt gewinnen, hatte sich seine eigene Strategie
vorgenommen und konsequent verfolgt.
Dann kam unser Moment. Wir spürten das und haben attackiert. Es war
ein schönes Gefühl, die Gesamtführung zu übernehmen.
Als wir diese dann noch ausgebauten, wurde die Hoffnung auf den Sieg immer
größer, die Anspannung aber auch. Die letzen Prüfungen
waren noch einmal eine nervliche Zerreißprobe. Ja keinen Fehler
mehr machen, ja nicht zu viel riskieren.
Als wir dann über die Ziellinie fuhren, alles geschafft war, fiel
mit einem Schlag der ganz Druck von mir ab. Es war wie eine Erlösung,
eine Befreiung. Ich glaube, bis ich begreife, was dieser Sieg bedeutet,
dauert es aber noch etwas.
Es war ein unglaublicher Moment, die riesige Freude im ganzen Team zu
spüren. Wir sind allen Teammitgliedern unheimlich dankbar. Es war
mir wichtig, diese Dankbarkeit allen auch zu zeigen. Denn im Fokus der
Öffentlichtlichkeit stehen immer nur der Fahrer und der Beifahrer,
aber ohne unsere Ingenieure und Mechaniker wären wir gar nichts.
Jeder Einzelne erledigt seinen Job unter der gleichen Anspannung wie wir,
jeder will alles perfekt machen, nicht den kleinsten Fehler begehen. Uns
ist das immer bewusst, wenn wir morgens vor einer Prüfung ins Biwak
kommen und unser Auto perfekt vorbereitet und blitzblank geputzt bereit
steht.
Nach diesem Erfolg wird die Anspannung bei der nächsten Dakar sicher
etwas geringer sein. Den Sieg hat man jetzt für immer im Kopf, der
Zwang, endlich gewinnen zu müssen und zu wollen, wird nicht mehr
so groß sein.
Ich würde die nächste Dakar gern wieder mit Nasser fahren. Wir
sind inzwischen gut aufeinander eingestellt. Auch wenn es oft Meinungsverschiedenheiten
im Auto gibt, werden wir uns doch immer wieder einig und ergänzen
uns gut. Ich freue mich, Nasser dabei geholfen zu haben, sich einen großen
Traum zu erfüllen. Und ich danke ihm, dass er mir geholfen hat, meinen
Traum zu verwirklichen.
t.S. (SID)
ZWEITER PLATZ BEI DER RALLYE DAKAR 18
I 01
I 2010
MEINE ERSTE RALLYE DAKAR MIT NASSER AL-ATTIYAH IST VORBEI
UND UM EHRLICH ZU SEIN, KANN ICH MICH ÜBER DEN ZWEITEN PLATZ IMMER
NOCH NICHT SO RICHTIG FREUEN. DAFÜR SIND WIR MIT ZU HOHEN ERWARTUNGEN
NACH ARGENTINIEN UND CHILE GEREIST UND DER ABSTAND AUF CARLOS IST MIT
ZWEI MINUTEN EINFACH ZU GERING. ES WAR EIN HARTER KAMPF MIT HÖHEN
UND TIEFEN, AM ENDE HAT ES NICHT GANZ GEREICHT.
SO GROß DIE ENTTÄUSCHUNG IST, SO GROß IST
DIE FREUDE ÜBER DIE VIELEN FANS AN DER STRECKE. SIE HABEN AUCH UNS
ZUGEJUBELT UND UNS DAMIT EIN TOLLES GEFÜHL GEGEBEN. DIE ZUSCHAUER
AM STRAßENRAND WAREN FÜR MICH EIN GRÖßERES EMOTIONALES
EREIGNIS ALS DIE PODIUMSÜBERFAHRT AM ENDE DER RALLYE.
EIN GROßES DANKESCHÖN GEHT ABER AUCH AN MEINE
FANS ZU HAUSE. DIE VIELEN E-MAILS UND SMS HABEN MICH WIRKLICH MOTIVIERT
UND MIR GEHOLFEN, DEN EINEN ODER ANDEREN TIEFPUNKT ZU ÜBERWINDEN.
MAN WEIß EINFACH: DA IST JEMAND ZU HAUSE, DER MIT EINEM FÜHLT.
IN DEN NÄCHSTEN WOCHEN ERFAHREN WIR OB VOLKSWAGEN MOTORSPORT
AUCH 2011 AN DER RALLYE DAKAR TEILNIMMT. DRÜCKT UNS DIE DAUMEN, DASS
DIE ENTSCHEIDUNG POSITIV AUSFÄLLT. ICH WERDE EUCH AUF JEDEN FALL
SOFORT INFORMIEREN.
SILK WAY RALLYE 15
I 09
I 2009
DER RALLYE DAKAR-VERANSTALTER ASO ORGANISIERTE DIESES JAHR
ZUM ERSTEN MAL DIE SILK WAY RALLYE. DER START LAG IN KASAN, DER HAUPTSTADT
DER RUSSISCHEN TEILREPUBLIK TATARSTAN. DIE ROUTE FÜHRTE UNS WEITER
DURCH KASACHSTAN NACH ASCHGABAT, DER HAUPTSTADT VON TURKMENISTAN. ALSO
KEINE ALLTÄGLICHEN AUSTRAGUNGSORTE. INSGESAMT MUSSTEN WIR 2850 WERTUNGSKILOMETER
BESTEHEN.
ALS RUSSLAND-FAN HABE ICH MICH IM VORFELD SCHON SEHR AUF
DIE RALLYE GEFREUT. ICH HABE AUCH DAS GANZE DRUMHERUM SEHR GENOSSEN. DIE
ART DER MENSCHEN IST TOLL UND ICH HABE MICH HIER VON ANFANG AN WILLKOMMEN
GEFÜHLT. ZUDEM KONNTE ICH ENDLICH MAL WIEDER MEINE RESTBESTÄNDE
AN RUSSISCH ANWENDEN. DA WÜRDE ICH GERNE WIEDER HINFAHREN.
LEIDER ENDETE DIE SILK WAY RALLYE FÜR NASSER UND MICH
NICHT IN ASCHGABAT, SONDERN AUF DER ACHTEN UND VORLETZTEN ETAPPE. DABEI
LIEF ES ZU BEGINN RICHTIG GUT FÜR UNS. DER KAMPF UM DEN SIEG WURDE
MAL WIEDER ZWISCHEN SAINZ UND UNS AUSGETRAGEN. NACH DER SIEBTEN ETAPPE
HATTEN WIR FAST FÜNF MINUTEN VORSPRUNG AUF CARLOS – BIS DER
UNFALL PASSIERTE. DER WAR MEHR PECH ALS ALLES ANDERE. WIR WAREN ZU SCHNELL
DURCH EIN LOCH GEFAHREN, WELCHES IM ROAD BOOK NICHT AUSREICHEND MARKIERT
WAR, DER RACE TOUREG SETZTE MIT DER FRONT AUF UND WIR ÜBERSCHLUGEN
UNS. DIE RALLYE WAR DAMIT LEIDER FÜR UNS BEENDET.
ERSTER DÜNENTEST 22
I 08
I 2009
BEIM TEST IM AUGUST IN MAROKKO GING ES FÜR NASSER UND
MICH ZUM ERSTEN MAL IN DIE DÜNEN. NASSER GILT ALS GROßER DÜNENSPEZIALIST,
SCHLIEßLICH IST ER AUCH IN QATAR UND DAMIT MEHR ODER WENIGER IN
DER WÜSTE AUFGEWACHSEN.
NASSER HAT EINFACH EINEN COOLEN FAHRSTIL IN DEN DÜNEN. ER FÄHRT
SIE NICHT GERADLINIG HOCH, WIE DIE MEISTEN ANDEREN PILOTEN. ER SCHEINT
MEHR AUF IHNEN ZU SURFEN, AUCH WENN ER ES MIR DADURCH SCHWERER MACHT,
DIE IM ROAD BOOK VORGEGEBENE RICHTUNG ZU HALTEN.
DOCH BEI DEM TEST SOLLTE SICH NICHT NUR DIE ZUSAMMENARBEIT
ZWISCHEN NASSER UND MIR FESTIGEN, SONDERN AUCH DER RACE TOUAREG 2 WEITER
OPTIMIERT WERDEN. ALLE VIER VOLKSWAGEN MOTORSPORT DUOS FUHREN IN MAROKKO
INSGESAMT MEHR ALS 7000 KILOMETER.
RALLYE DOS SERTOES 06
I 06
I 2009
LETZTE WOCHE WAR ES SOWEIT: DIE ERSTE BEWÄHRUNGSPROBE
FÜR NASSER UND MICH! WIR REISTEN NACH BRASILIEN ZUR RALLYE DOS SERTÕES.
ZUM EINSTAND GLEICH EINE DER ANSPRUCHSVOLLSTEN RALLYE´S NEBEN DER
DAKAR. 5043 KILOMETER, DAVON 2800 KILOMETER GEGEN DIE UHR, LAGEN VOR UNS.
JEDER EINZELNE TAG IST HIER SEHR SELEKTIV UND DIE NAVIGATION DURCH DIE
VIELEN ABZWEIGUNGEN SCHWIERIG.
DIE ERSTE ETAPPE KONNTEN NASSER UND ICH AUCH GLEICH GEWINNEN
UND WIR WAREN RICHTIG HAPPY ÜBER DEN TOLLEN ANFANG. ER WAR ZUFRIEDEN
UND WIR HATTEN BEIDE DAS GEFÜHL SCHON LANGE ZUSAMMEN ZU ARBEITEN.
AUCH IN DEN FOLGENDEN PRÜFUNGEN PLATZIERTEN WIR UNS IN DER SPITZE
UND SO ENTWICKELTE SICH DIE RALLYE ZU EINEM HARTEN KAMPF MIT CARLOS SAINZ.
MAL HATTE ER DIE FÜHRUNG IN DER GESAMTWERTUNG INNE, DANN KONNTEN
WIR SIE WIEDER ÜBERNEHMEN.
DOCH DAS ENDE KAM ANDERS ALS ERWARTET. ICH HATTE AUF DER
NEUNTEN UND VORLETZTEN PRÜFUNG EINE ABZWEIGUNG FALSCH ERWISCHT. WIR
MUSSTEN UMDREHEN UND WOLLTEN SO SCHNELL WIE MÖGLICH ZUM RICHTIGEN
PUNKT ZURÜCK. ALLERDINGS HATTEN DIE BRASILIANER MAURICIO NEVES UND
CLECIO MAESTRELLI IM VIERTEN RACE TOUAREG DEN ABZWEIG EBENFALLS FALSCH
GEWÄHLT UND SO KRACHTEN WIR IN EINER KURVE FRONTAL ZUSAMMEN. DAS
NUR 10 KM VOR DEM ZIEL! WIR SCHLEPPTEN UNS MIT DEM BESCHÄDIGTEN RACE
TOUAREG NOCH INS ZIEL UND VERLOREN EINIGE MINUTEN. SOMIT GING DER SIEG
AN CARLOS UND WIR WURDEN ZWEITE. TROTZDEM WAR DIE RALLYE EINE TOLLE MÖGLICHKEIT
FÜR NASSER UND MICH UNS NOCH WEITER AUFEINANDER EINZUSTELLEN.
ERSTER TEST MIT NASSER AL ATTIYAH 08
I 06
I 2009
EINIGE WOCHEN NACH MEINER ERSTEN RALLYE DAKAR IM AUTO ZUSAMMEN
MIT DIETER DEPPING, MUSS ICH MICH JETZT AUF EINEN NEUEN FAHRER EINSTELLEN.
VW MOTORSPORT HAT DEN QATARI NASSER AL- ATTIYAH UNTER VERTRAG GENOMMEN,
MIT DEM ICH DIE KOMMENDEN RALLYES BESTREITEN WERDE.
VOR EIN PAAR TAGEN STAND DER ERSTE TEST MIT NASSER IN UNGARN
AUF DEM PROGRAMM. BEINAHE WÄRE ES AUCH UNSER LETZTER TEST GEWESEN.
ALS WIR DIE ERSTEN KLEINEN RUNDEN GEFAHREN SIND, WÄRE ICH AM LIEBSTEN
GLEICH WIEDER AUSGESTIEGEN. NASSER HAT ES SO DERMAßEN FLIEGEN LASSEN,
DASS ICH NUR DACHTE: DER HAT SIE DOCH NICHT ALLE.
DOCH VON RUNDE ZU RUNDE WURDE ES BESSER UND ICH HABE IMMER
MEHR VERTRAUEN ZU IHM AUFGEBAUT. ICH HABE GEMERKT, DASS ER WEIß,
WAS ER TUT UND DASS ER DEN RACE TOUAREG IM GRIFF HAT. TROTZDEM BIN ICH
MAL GESPANNT AUF UNSERE ERSTE GEMEINSAME RALLYE.
Aufgabe erfüllt
28 I 04 I 2008
Bei der Central Europe Rallye ging es für uns darum
sicher ins Ziel zu kommen und möglichst eine gute Platzierung mit
unserem Race Touareg für Volkswagen einzufahren.
Nach sieben sehr abwechslungsreichen und anspruchsvollen Etappen über
gut 1000 Wertungskilometer und 2600 Gesamtkilometer erreichten Dieter
und ich das Ziel am Balaton als Gesamt Dritter. Weiterhin konnten wir
einen der sieben Tagessiege für Volkswagen beisteuern.
Diese Rallye hatte es jedoch in sich. Volle Konzentration vom ersten bis
zum letzten km. Schwierige Streckenverhältnisse mit engen Waldpassagen,
viel Wasser, Schnee und Matsch in den Karpaten Nordrumäniens und
tückische, wellige Pisten am Balaton forderten Dieters ganzes fahrerisches
Können, und durch die vielen Abzweige und Gefahren eine gute Navigation
von mir.
Unser Zusammenspiel klappte perfekt und wir sind sehr stolz das Podium
erreicht zu haben.
Beeindruckt haben mich die vielen Zuschauer entlang den
Wertungsprüfungen, aber auch in den Städten und an den Serviceplätzen.
Überall war eine riesige Gastfreundschaft zu spüren und den
Ungarn und Rumänen war der Stolz, diese Rallye in Ihrem Land beherbergen
zu können, anzusehen.
Ein großer Dank gilt der Einsatztruppe vom Volkswagen
Motorsport Team, alle haben einen tollen Job gemacht und erst so dieses
sensationelle Ergebnis ermöglicht.
Auf in den osten
16
I 04 I 2008
Nun ist es endlich soweit. Nach der bedauerlichen Absage
der Rally Dakar steht nun für Dieter und mich unser erster Einsatz
im Race Touareg bevor.
Die von der ASO organisierte und neu in Leben gerufene Central Europe
Rally wird am Sonntag, 20.04. in Budapest gestartet und endet am Samstag,
26.04. im Urlaubsort Balatonfüred am Balaton.
Die Rallye wird für Alle Teilnehmer Neuland sein und vom Streckencharakter
nicht mit der Dakar zu vergleichen. Wir erwarten eher WRC typische strecken.
Das wird es jedoch nicht einfacher machen.
Um uns etwas auf die Strecken einzustellen und wieder Praxis im Race Touareg
zu bekommen, hatten wir die Gelegenheit letzte Woche in Ungarn zu testen.
Zusammen mit unseren Teamkollegen Carlos Sainz und Giniel de Villiers
haben wir die Fahrwerks-einstellungen und das Handling des Race Touareg
optimiert.
Berichte zum Renngeschehen werden auf Eurosport sowie RTL zu sehen sein.
Auch hier auf meiner Internetseite werde ich von den einzelnen Etappen
berichten. Drückt uns die Daumen, es wird ein
wichtiges Rennen für Dieter und mich.
Der Schock sitzt tief
05 I 01 I
2008
Wie viele von Euch sicher schon aus den Medien mitbekommen
haben, wurde die Dakar 2008 kurz vor dem Start aus Sicherheitsgründen
abgesagt.
Für uns Alle war die Entscheidung im ersten Moment
unfassbar, ein Jahr Arbeit und eine perfekte Vorbereitung für nix.
Es gab im Vorfeld ja viele Gerüchte und Meldungen zu
den Vorfällen In Mauretanien, doch sicher hat Niemand geglaubt es
würde soweit führen.
Jedoch im Nachhinein muss man unter den gravierenden Umständen diese,
sicherlich schwere Entscheidung der ASO respektieren.
Dieter und Ich hatten uns riesig auf diese Chance gefreut
und waren bestens vorbereitet. Nun heißt es erst einmal den Schock
verdauen und nach Vorn schauen. Wir wissen noch nicht wie, aber es wird
schon auf irgendeine Weise weitergehen.
Wenn es etwas Neues gibt werde ich Euch an dieser Stelle
informieren.
Noch 2 Wochen bis zum Start
29
I 12 I 2007
Unser Auto ist startklar und es geht ans Sachen packen.
In den letzten Tagen habe ich meinen Arbeitsplatz im Race Touareg eingerichtet.
Bei gut 9000 km in 15 Tagen sollte man sich schon etwas wohl dort fühlen
und alles am rechten Platz sein. Nun heißt es die persönliche
Ausrüstung packen und bis zum 27: Dezember nach Hannover bringen.
Dann machen sich unsere Service LKW auf den Weg nach Lissabon, wo am 5.
Januar dann endlich der Start zur Dakar 2008 erfolgen wird.
In den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr werde ich noch eine Menge
zu erledigen haben, um optimal vorbereitet dann am 1. Januar ebenfalls
nach Lassabon zu reisen.
3 Jahre in Kürze
Wie sicherlich viele von Euch bemerkt haben hat sich
hier auf den Seiten lange nix getan, was aber nicht heißt dass ich
recht untätig war.
Nach einer erfolgreichen Saison in der Asien Pacific Rallye Meisterschaft
an der Seite von Armin Kremer und Rallye Einsätzen in Europa, im
Red Bull Junior Team, an der Seite von Quirin Müller und Andreas
Aigner, ging das Jahr 2004 recht schnell zu Ende.
Im Jahr 2005 bestritt ich ein weiteres Jahr im Red Bull Rallye Team, zusammen
mit Andreas Aigner, wo wir unter anderem bei 4 WM Läufen am Start
waren.
Aufgrund der guten Leistungen und der Überzeugung unserer Sponsoren
konnten wir 2006 in die Königsklasse aufsteigen. Es wurde uns ein
Programm mit 10 WM Läufen auf einem Skoda Fabia WRC ermöglicht.
Leider musste ich aus gesundheitlichen Gründen den Saisonauftakt
in Monte Carlo auslassen und konnte erst zur Rallye Schweden erstmalig
im WRC platz nehmen. Es war schon eine recht große Umstellung, hat
jedoch riesigen Spaß gemacht.
Nach immer größer werdenden Unstimmigkeiten zwischen Andreas
Aigner und mir, beschlossen wir nach der Rallye Sardinien unsere Zusammenarbeit
zu beenden.
Für den Rest der Saison arbeitete ich zusammen mit Peter Diekmann
als Teammanager für das österreichische Einsatzteam von Baumschlager
Rallye & Racing.
Zum Jahresende 2006 bot sich mir die Chance zusammen mit Dieter Depping
für Volkswagen Motorsport mit einem Race Truck and der Dakar Rallye
teilzunehmen.
Das taten wir dann auch und bildeten zusammen mit unserem dritten Mann
im Auto, Thorsten Goldberg, ein tolles Team.
Nach einigen Rallyes an der Seite von Aaron Burkart im Citroen C2 S1600
Anfang 2007, kam das Angebot von VW auch 2008 an der Dakar teilzunehmen,
und um das Ganze noch zu steigern, bekamen Dieter und ich dann sogar die
Chance die Dakar in einem von 4 Race Touareg für Volkswagen Motorsport
zu bestreiten. Wir waren überglücklich und hatten über
das Jahr hinweg einen vollen Terminkalender, waren viel für Tests
in der Wüste unterwegs und haben auch viele Stunden in der Werkstatt
in Hannover verbracht.
Nun geht die Vorbereitung dem Ende entgegen und es wird ernst.
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